Photovoltaik (PV) bietet die Möglichkeit ohne CO2-Emission direkt aus der Sonnenstrahlung elektrische Energie zu gewinnen. Insbesondere wird selbst der zur Herstellung notwendige Energieeinsatz bereits nach wenigen Jahren wieder reingeholt. Die Energieamortisationszeit ist stark vom Zelltyp abhängig, beträgt heute jedoch im Durchschnitt nur noch weniger als 4 Jahre (maximal 75 Monate für monokristallines Silizium). Dies bedeutet, dass mit Solaranlagen anders als bei fossilen Energieträgern CO2-neutraler Strom produziert werden kann.

Des Weiteren zeigt sich zunehmend, dass Photovoltaik oft insbesondere dann Energie liefert, wenn ein großer Bedarf besteht. Da Solarenergie nur tagsüber verfügbar ist und dann tageszeitabhängig auf Grund des Sonnenstandes unterschiedlich viel Energie produziert, ist es alleine mit PV nicht möglich, die Grundlast zu decken. Stichproben ergeben jedoch, dass mittels Solarenergie insbesondere typische Schwankungen im Energieverbrauch abgefangen werden können. Dies macht PV zur idealen Technologie zur Deckung der Spitzenlasten.

 

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert seit April 2000 die erneuerbaren Energien in Deutschland. So erhält Photovoltaik (PV) eine Einspeisevergütung, welche ab der Fertigstellung der Solaranlage für die folgenden 20 Jahre einen festen Zuschuss pro eingespeiste kWh gewährt. Üblicherweise bieten Solarmodul-Hersteller zudem eine Leistungsgarantie über 20 Jahre und Ertragsausfall- und Betreiber-Haftpflichtversicherung sichern den Betreiber gegen Verluste ab. So ist PV eine attraktive und sichere Investition

Des Weiteren ist im EEG geregelt, dass dieser Satz für Neuanlagen jährlich gesenkt wird. Dies bedeutet, dass Solarstrom in absehbarer Zeit durch Forschung und Weiterentwicklung zur Erhöhung Wirkungsgrades und Senkung der Kosten ohne Zuschüsse wirtschaftlich werden muss. Dieser Trend wird zudem durch äußere Faktoren, wie den Europäischen Emissionshandel (EU-ETS), unterstützt. Nebeneffekt solcher Bemühungen ist das auch die CO2-Rentabilität auf Basis des Energieeinsatzes in der Fertigung der Solarmodule erhöht wurde. Momentan wird davon ausgegangen, dass der Punkt an dem PV-Anlagen günstigeren Strom produzieren als der übliche Endverbraucher-Strompreis etwa 2015 erreicht sein wird. Ab diesem Zeitpunkt ist eine weitere Förderung obsolet und Photovoltaik dient in Deutschland im Vergleich zu konservativen Energien als lukrativer Energieträger der Zukunft.

Das EEG hat so in Deutschland seit 2000 für hohe Investition in Photovoltaik geführt. Dies hat zur Folge, dass sich sowohl Hersteller als auch Großhändler und Projektierer in Deutschland angesiedelt haben. Im Folgenden ist somit ein Technologiezentrum für erneuerbare Energien entstanden. So haben alleine Solarstrom und Solarwärme bis heute bereits mehr als 80 000 Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen. Zusätzlich hat sich Photovoltaik zur Exporttechnologie weiterentwickelt und sorgt für Milliardenumsätze der deutschen Solarbranche. So sind neue Arbeitsplätze und Exporttechnologien entstanden.

 

 
Quellen:
  • Bilder mit Erlaubnis übernommen von www.solarwirtschaft.de
  • Bundesverband Solarwirtschaft (http://www.solarwirtschaft.de)
  • Informationsdienst für solares Gestalten und Bauen (http://www.solarintegration.de/index.php?id=141)
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