Das Jahr 2009 - Wie alles anfing

Bereits im Frühling 2009 entstand die Idee der Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Campusgebiet der TU Ilmenau durch die Grüne Hochschulgruppe Ilmenau als Ergebnis des Hochschultages der Heinrich Böll Stiftung 2009. Was als reine Vision einer energieautarken Universität begann, wurde schnell zu einem konkreten Plan, der jedoch in seiner Umsetzung nicht nur Unterstützung sondern durchaus auch monetäre Mittel benötigte. Mehrere Treffen der Grünen Hochschulgruppe mit Stipendiaten der Stiftung der deutschen Wirtschaft (sdw) mündeten in der gemeinsamen Initiative "Solarkraft Ilmenau" und letztendlich im September 2009 in der Bewerbung beim Projektwettbewerb "Herausforderung Unternehmertum 2010" der SDW und der Heinz-Nixdorf-Stiftung. Bereits in dieser Phase waren erste Kontakte zu Eigentümern geeigneter Dächer und möglichen Betreibergesellschaften geknüpft worden. Die im Entstehen befindliche Kooperation mit der TU Ilmenau Service GmbH sollte zu einer Realisierung einer PV-Anlage auf dem Dach des Helmholtzbaus führen.

Das Jahr 2009 endete mit dem Gewinn beim Projektwettbewerb und sicherte der Initiative für das nächste Jahr nicht nur die finanziellen Mittel sondern auch fachliche Unterstützung und Beratung durch sdw und die Heinz-Nixdorf-Stiftung.

 

Das Jahr 2010 - Berg- und Talfahrt

Trotz der prinzipiellen Unterstützung von Seiten der TU Ilmenau und der sdw endete im Januar 2010 die Kooperation mit der TU Ilmenau Service GmbH. Dadurch konnte auch das Dach des Helmholtzbaues nicht genutzt werden. Ab dem Februar 2010 war die Initiative somit mit der Suche nach einem neuen Dach beschäftigt. Zahlreiche Varianten taten sich auf. So wurden neben dem APZ auch der Ernst-Abbe-Bau mit Sitz des Reaktorats als geeignete Dachflächen identifiziert. Da das Gebäude zum Teil mit EU-Mitteln finanziert wurde, war jedoch eine Nutzung aus förderrechtlichen Gründen ausgeschlossen. Mit dem Wegfall der TU Ilmenau Service GmbH als möglichem Betreiber einer PV-Anlage stand Solarkraft Ilmenau vor der Frage, welche Betreibergesellschaft die operative Betreuung der darlehensfinanzierten Anlage übernehmen könnte. Der daraufhin entstehende Kontakt zu Solardach Invest GmbH (SDI) begann im Frühjahr 2010. Bereits bei der Besichtigung weiterer Dächer wie dem gerade sanierten Schorn-Tower wurde klar, dass die Tochterfirma von Wagner & Co Solartechnik GmbH, Solardach Invest, diese Aufgabe übernehmen würde.

Eine Anfrage beim Studentenwerk Thüringen nach dem Interesse an einer PV-Anlage auf einem ihrer Wohnheimblöcke führte schließlich zu einem Treffen Anfang Juni von Vertretern der Initiative Solarkraft Ilmenau und mehren Mitarbeitern des Studentenwerks Thüringen. Die bereits vor diesem Treffen identifizierten Dachflächen wurden nun in den nächsten Wochen geprüft. Als Ergebnis stand das Dach des Wohnheimblocks K und die letztendliche Konzentration der Initiative auf ihren neuen Kooparationspartner, das Studentenwerk Thüringen. Der Sommer 2010 verging nun mit der Ausarbeitung eines geeigneten Dachnutzungsvertrages zwischen dem STW Thüringen und SDI und der Statikprüfungen. Seinen Höhepunkt fand dies in der Unterzeichnung des Vertrages im Dezember und der Planung der notwendigen Unterkonstruktion im Winter 2010.

 

Das Jahr 2011 - Was lange währt...

Im Frühjahr 2011 konnte die Unterkonstruktion aus Holz zur Absicherung des Daches fertig gestellt werden. Ab diesem Zeitpunkt begann auch die Einwerbung der Darlehen zur Finanzierung der Anlage. Zielgruppe waren alle interessierten Bürger, mit besonderem Schwerpunkt auf Studierenden, Absolventen und Mitarbeiter/innen der TU Ilmenau. Mit dem 01. März 2011 begann die offizielle Zeichnungsphase für die Darlehensverträge. Die Zeichnungsfrist endete am 14. April. Insgesamt konnten über 100.000€ von 51 Darlehensgebern eingeworben werden. Damit konnte die Anlage fast vollständig aus privaten Mitteln finanziert werden.

Nachdem Mitte Mai auch die Baugenehmigung bei Solardach Invest einging, wurde die Anlage bis Mitte Juni und damit sehr zügig und reibungslos durch die Firma Karber & Breitwieser gebaut. Am 16. Juni ging sie ans Netz und speist nun die gewonnene Energie in selbiges ein.

 

 

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